
Doom (englisch für „Untergang“, „Verhängnis“ oder „böses Schicksal“) ist der Name eine Egoshooter- Serie, deren erster Teil am 10. Dezember 1993 von id Software veröffentlicht wurde.
Der Spieler übernimmt in diesem Spiel die Rolle eines Soldaten (Space-Marine) in einer Science-Fiction-Umgebung, der sich im Verlaufe des Spiels vom "Typ zur falschen Zeit am falschen Ort" zur einzigen Hoffnung der Menschheit entwickelt.
Doom gilt als Mitbegründer des großen Erfolges und als einer der Klassiker unter den Ego-Shootern.
Ziel des Spieles ist, neben dem Überleben, das Erreichen des Endes der einzelnen Level. Dabei werden neben Munition und Lebensenergie auch Schlüsselkarten aufgesammelt, welche verschlossene Türen öffnen. Diese Einfachheit hat in einigen Ego-Shootern bis heute Bestand. Einige Fans empfinden auch heute noch unnötig viel Hintergrundgeschichte und Aufgaben neben dem Schießen als störend.
Die Hintergrundgeschichte der drei Teile lässt sich kurz zusammenfassen:
"Doom I": Bei einem Experiment mit Teleportationstechnologie auf den Marsmonden Deimos und Phobos wird versehentlich ein Portal zur Hölle geöffnet. Höllenkreaturen überschwemmen den Mond Phobos, Deimos verschwindet. Der Spieler muss sich durch Phobos kämpfen, gelangt durch das Portal in die Hölle, und muss daraus wieder entkommen.
"Doom II": Der Spieler konnte zwar aus der Hölle fliehen, aber die Monster haben mittlerweile die Erde überfallen. Also muss auch dieses Problem bereinigt werden.
"Doom 3": Ein Remake des ersten Teils, mit ähnlicher Story. Diesmal wird das Experiment auf dem Mars selbst ausgeführt. Viel mehr ändert sich jedoch nicht.
Neben diesen Spielen gab es auch "Final Doom" und "Resurrection of Evil", welche Erweiterungen der Spiele darstellen.


Der Spieler bewegt sich durch die sehr technisch anmutenden Anlagen auf den Marsmonden (und später durch die Hölle) und wehrt sich gegen zahlreiche verschiedene Monsterarten. Dafür stehen im Spielverlauf immer stärkere Waffen wie Pistole, Schrotflinte, Maschinengewehr und ein futuristisches Plasmagewehr zur Verfügung - und zusätzlich eine Kettensäge.
Als Ausgleich zu den Kämpfen ist das Suchen von Munition und Lebensenergie gedacht. Dafür gibt es zahlreiche versteckte Bereiche abseits der normalen Wege in den einzelnen Karten. Um diese Bereiche zu erreichen, sind neben einem gewissen Gespür für Verstecke auch Geschick im Umgang mit der Steuerung gefragt, da man oft nur durch Sprungkunststücke in diese Verstecke kommt.
"Doom" bietet auch eine Mehrspieleroption. Allerdings unterscheidet sich diese nur unwesentlich vom Hauptspiel. Hier treten bis zu 8 menschliche Spieler gegeneinander an. Die Levels für diesen Spielmodus sind vom Stil an das Hauptspiel angelehnt und so gebaut, das sie in sich geschlossene Räumlichkeiten und Gänge ergeben.

"Doom I" und "Doom II" wurden beide vor der Indizierung, mit "keine Jugendfreigabe" bewertet.
"Doom 3" erhielt von der USK ebenfalls keine Jugendfreigabe, ist jedoch nicht indiziert. Allerdings wurde die offizielle Erweiterung "Resurrection of Evil" indiziert.

Die BPjM gibt Beispiele dafür, unter welchen Umständen Computerspiele als Jugendgefährdend gewertet und somit indiziert werden. Von der Doom Serie wurden die ersten beiden Teile indiziert, der dritte nicht.
Die BPjM wertet Spiele als Jugendgefährdend, wenn z.B.:
Ähnlich wie bei der Hitman-Serie wurde der jüngste Teil der Serie nicht indiziert. Dies liegt vermutlich ebenfalls an der Tatsache, daß es damals nur zwei Kategorien gab: Entweder ein Spiel wurde offen im Laden verkauft (dann allerdings für jeden, da es keine verbindliche Altersbeschränkungen gab) oder es wurde indiziert, und damit sicher nur ab 18 zugänglich gemacht. Angesichts dieser beschränkten Möglichkeiten ist es mehr als verständlich, daß die BPjM (damals BPjS) hier eine Indizierung ausgesprochen hat. Dank des neuen Jugendschutzes sind die Altersbeschränkungen der USK bindend, und somit ist von rechtlicher Seite sicher gestellt, daß nur Erwachsene "Doom" spielen.
Da die "Doom"-Serie meiner Meinung weder das Merkmal der Grausamkeit, noch das der Unmenschlichkeit erfüllt, dürfte es vom Gesetzesentwurf unbetroffen sein.
Da zum Sofortprogramms des Bundesfamilienministeriums noch nicht genügend Details bekannt sind, ist unklar, ob "Doom" anders behandelt werden würde als heutzutage. Das Merkmal der "Gewaltbeherrschtheit"würde es vermutlich erfüllen.
ID www.idsoftware.com (Entwickler)
Activision www.activision.de (Publisher)
Anmerkung: Auf Grund der Tatsache, das die "Doom"-Serie auf zahlreichen Platformen erschienen ist, müssten hier korrekterweise fast ebensoviele Publisher aufgeführt werden. Ich nenne aber nur den aktuellen Publisher.
DOS: 10.12.1993
Jaguar: 1994
Sega 32X: 1994
Windows: 1995
Playstation: Dezember 1995
SNES: 29.02.1996
3DO: 26.04.1996
Saturn: 26.03.1997
GBA: 26.10.2001
XBox 360: 27.09.2006
DOS: 10.10.1994
Windows: 1995
Macintosh: August 1995
GBA: 23.10.2002
Zodiac: 11.05.2004
Windows: 12.08.2004
Linux: 05.10.2004
Macintosh: März 2005
XBox: 07.04.2005
Doom 3 www.doom3.com
"Doom I" damals war mit seiner einfachen, direkten aber herausfordernden Art ein Meilenstein der Ego-Shooter-Geschichte. Die Waffen aus diesem Spiel zählen zum Standardrepertoire eines jedes Shooters und Ideen aus Story (weniger die Geschichte als die Motivation für den Spieler immer weiter zu spielen), Levelgestaltung und Gegner finden sich seitdem in jedem Shooter.
Die Mischung aus Horror und Action war lange Zeit (und für Fans ist sie das heute noch) ungeschlagen. Wenn man über dieses Spiel berichtet, muss man sich vor Augen führen, das jeder Spieler von diesem Spiel zumindest gehört, wenn nicht sogar selbst gespielt hat. Man darf mit Fug und Recht sagen, das "Doom" einen großen Teil zur Verbreitung von Computerspielen und damit letztlich einer umsatzmilliarden schweren Unterhaltungsindustrie beigetragen hat.
Verfasst von S. Urbanek (fjonan(a)fjonan.com)